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Lerngang zum Steinbruch |
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Am Montag, den 11.Juli 2011 waren wir, die Klassen 8b und 8d im Steinbruch in Heimsheim. Zweck unserer Exkursion war die Besichtigung des Geländes, in dem Muschelkalk abgebaut wird. Der Heimsheimer Muschelkalk ist vor ca. 300 Mio. Jahren entstanden. In dieser Zeit war das Land mit Wasser bedeckt. In einer Tiefe von etwa 3000 m hat sich damals das Gestein gebildet. Durch hohen Druck wurden Ablagerungen von Muschelkalk auf der Erdkruste formiert. Dieser Muschelkalk gehört zu den Kalksteinen. Es handelt sich um ein Sedimentgestein. Hauptsächlich
besteht dieses Gestein aus Calcit und Dolomit. Hierbei handelt es
sich um zwei sehr begehrte Mineralien, die man überwiegend zur
Herstellung von hochwertigem Baumaterial (z.B. Zement) verwendet.
Daneben wird Calcit in Kalkstein zur Produktion Kunstdünger und bei
der Verhüttung von Metallerzen eingesetzt. Schotter und Asphalt
werden auch aus diesem Sedimentgestein hergestellt. In der
chemischen Industrie sind diese Abbauprodukte z.B. auch für
Zahnpasta als Grundstoff wichtig. Der
angesammelte Muschelkalk kann noch ca. 200 Jahre abgebaut werden,
dann wird bei gleichbleibendem Abbau der Rohstoff aufgebraucht sein. Für
die Gewinnung des Grundstoffes sind Sprengungen notwendig. Um jedes
mal ca. 20.000 t Gestein zu sprengen werden ca. 40 Sprengkapseln mit
insgesamt 80 kg Dynamit benötigt. Mit Hilfe von modernsten Geräten
wird bis max. 80 Meter Tiefe abgebaut. Dann stößt man auf das
Grundwasser, was den Abbau unmöglich macht. Der
Hauptabbaubagger ist mit 1,7 Mio. € in der Anschaffung sehr teuer.
Auch sind die laufenden Kosten hoch, da z.B. ein Reifen mit
spezieller Stahlnetzeinlage mit 20.000.-- € zu Buche schlägt. Bei einem Eigengewicht von 95 Tonnen benötigt der Bagger pro Arbeitstag ca. 1.000 Liter Diesel um das Arbeitspensum bewältigen zu können. In die gewaltigen Baggerschaufel passen ca. 30 Schüler. Um die einzelnen Bestandteile gewinnen zu können, wird nach dem Abbau das Gestein in einem sogenannten Brecher für das Mahlen vorbereitet. Danach wird der Bruch getrocknet und in speziellen Mühlen gemahlen. Als eines der letzten Bearbeitungsverfahren wird Zement in einer Zementmühle hergestellt. Entweder wird Zement als Sackware oder für größere Bedarfe als lose Ware verkauft. Mateo Mayer, 8b |
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