LUDWIG UHLAND


 

Der Namenspatron unserer Schule wurde am 26.4.1787 in Tübingen geboren. Er studierte dort Jura und Sprachen. Noch während seiner Studienzeit brachte er mit Freunden das "Sonntagsblatt für ungebildete Stände" heraus. Während eines Studienaufenthaltes in Paris beschäftigte er sich mit alten deutschen und französischen Handschriften. Später war er als Rechtsanwalt, Sekretär im Justizministerium und Landtagsabgeordneter tätig. Staatsbeamter konnte er aber nicht werden, weil er sich weigerte, dem König den Eid zu schwören. 1829 wurde er Professor für deutsche Sprache und Literatur in Tübingen, zog sich aus der Politik zurück und wurde Privatgelehrter. Er starb am 13.11.1862 in Tübingen.

Uhland zählt zu den wichtigsten Vertretern der schwäbischen Romantik. In seinen Balladen handelt es sich oft um historische Ereignisse und Sagen. Mit seinen Gedichten war er schon zu Lebzeiten sehr erfolgreich, sie wurden sogar von so berühmten Komponisten wie Franz Schubert, Franz Liszt, Robert Schumann und Johannes Brahms vertont.

 

Lebensdaten  
26. April 1787 geboren in Tübingen
1802 - 1808 Veröffentlichung von Gedichten und Liedern, die heute zum allgemeinen Volksgut gehören
1810 Promotion zum Dr. jur.
1810 - 1811 Aufenthalt in Paris, der dem Jurastudium dienen sollte. Er studierte jedoch in der Nationalbibliothek intensiv französische und deutsche Manuskripte
1812 veröffentlichte er den Aufsatz "Über das französische Epos", weshalb er als Mitbegründer der Romantik in Deutschland gilt
1812 entsteht das Lied "Ich hatt' einen Kameraden"
1814 Sekretär im Stuttgarter Justizministerium, 
1814 - 1819 selbständiger Rechtsanwalt in Stuttgart
1819  - 1826 Vertreter Tübingens im Landtag
1820  Hochzeit mit Emilie Vischer (1799 - 1881)
1822 Veröffentlichung der Monographie "Walter von der Vogelweide"
1829  Übertragung einer Professur für deutsche Sprache und und Literatur an der Universität Tübingen
1831   Abgeordneter Stuttgarts im Landtag
1833 Niederlegung der Professur
1838   offizieller Rückzug aus der Politik
1848 / 49 Abgeordneter des Wahlbezirks Tübingen-Rottenburg in der Frankfurter Nationalversammlung. Sein Ziel war es  die Kleinstaaterei zu beenden. Nach dem Scheitern dieser Bemühungen zog er sich als Privatgelehrter zurück und beschäftigte sich mit nordischer Mythologie, alten deutschen Volksliedern und schwäbischer Sagenkunde.
13.11.1862 gestorben in Tübingen
  Werke u.a.: 
  • Die Kapelle
  • Die linden Lüfte sind erwacht
  • Der Wirtin Töchterlein
  • Schwäbische Kunde
  • Der gute Kamerad
  • Schäfers Sonntagslied
  Gedichte von Ludwig Uhland