Kafkas Verwandlung an der LUS


Für die am Theater-Abo- Projekt teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der LUS gab es letzte Woche ein besonderes Bonbon. Das Stadttheater Pforzheim gastierte als mobiles Theater in der Schule. Dargeboten wurde „Die Verwandlung“ von Franz Kafka - in einer besonderen Fassung: Das Stück ist so bearbeitet, dass es von nur einer Person vorgetragen werden kann.



Clemens Ansorg spielt alle Personen: Vater, Mutter, Schwester, den Prokuristen und die Hauptperson „Gregor Samsa“, die sich während des Stücks in ein anderes Wesen verwandelt sieht. Dies gelingt ihm auf phantasievolle und teilweise akrobatische Weise sehr überzeugend. Doch die außergewöhnliche Darbietung war nicht alles. Es gab eine weitere Besonderheit: Nach dem Stück stand der Schauspieler den Schülern zum Gespräch bereit, eine Gelegenheit, die sich sonst nicht bietet. Klar, Kafka ist schwere Kost, umso beeindruckender ist die Leistung des Schauspielers. So meinte eine Schülerin sinngemäß: „Mit der Handlung des Stücks kann ich nicht so viel anfangen, aber das, was sie als Darsteller gezeigt haben, das fand ich klasse.“ Diese Begegnung mit Kafkas Werk ist außergewöhnlich, doch auf diese einmalige Art gelingt es, vermittelt durch die besondere Welt des Theaters, Schüler auch mit schwierigen Werken der Weltliteratur in Kontakt zu bringen. An dieser Stelle gilt ein Dank dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung dieser Aufführung.


Das Projekt „Theater-Abo“ gibt es nun das dritte Jahr. Interessierte Schülerinnen und Schüler besuchen zusammen mit den betreuenden Lehrern fünf Aufführungen im Stadttheater Pforzheim. Dabei reicht die Form der Darbietungen vom Musical über klassisches Theater bis hin zur modernen Oper- gespielt im großen Haus wie im Podium. Die Stücke werden mit den Teilnehmern jeweils vor und nach der Aufführung in der Schule besprochen. Ergänzt wird das Projekt durch den Besuch einer Theaterprobe oder einer Führung hinter die Kulissen des Theaters … und … dieses Jahr zusätzlich durch das Gastspiel des mobilen Theaters.

Für Schüler/innen

Freizeittreffs

Für das Kollegium

intern