Keltenmuseum Hochdorf

Bericht über den Museumsbesuch der 6. Klassen der Ludwig-Uhland-Schule Heimsheim im Keltenmuseum Hochdorf

Am 27. November 2025 und am 5. Dezember 2025 besuchten die 6. Klassen der Ludwig-Uhland-Schule aus Heimsheim im Rahmen des Geschichtsunterrichts das Keltenmuseum in Hochdorf. Ziel des Ausflugs war es, das im Unterricht gelernte Wissen über die Kelten durch anschauliche Beispiele, originale Funde und direkte Eindrücke vor Ort zu vertiefen.

Ankunft und Beginn der Führung

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Museumspädagogen begannen die Gruppen ihre Führungen durch die Ausstellung. Die Schülerinnen und Schüler wurden zunächst in die Welt der Kelten eingeführt: Wer sie waren, wie sie lebten und weshalb die Region um Hochdorf eine so bedeutende Fundstelle ist. Besonders beeindruckend war die anschauliche Darstellung des keltischen Alltags, der anhand von Modellen, Rekonstruktionen und echten Fundstücken vermittelt wurde.

Besichtigung der Fürstengrab-Ausstellung

Ein Höhepunkt des Museumsbesuchs war die Präsentation des berühmten Fürstengrabs von Hochdorf, das zu den bedeutendsten keltischen Grabfunden Europas zählt. Die Kinder lernten, warum das Grab so reich ausgestattet war und wie viel es über das Leben des „Hochdorfer Fürsten“ verrät. Die Rekonstruktion der Grabkammer mit dem prachtvollen Bronzesessel, dem großen Gelage-Geschirr und dem aufwendig gearbeiteten Wagen faszinierte die Klassen besonders. Viele staunten darüber, wie sorgfältig und kunstvoll die Gegenstände vor über 2.500 Jahren gefertigt worden waren.

Führung im Außenbereich

Anschließend führte der Weg nach draußen in den Außenbereich des Museums. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck davon gewinnen, wie eine keltische Siedlung möglicherweise aufgebaut war. Die nachgebauten Häuser und Werkstätten veranschaulichten die Lebensweise der Kelten und gaben einen realistischen Eindruck von ihrer Handwerkskunst und ihren Wohnverhältnissen. Die Museumspädagogen erklärten typische Tätigkeiten wie Schmieden, Weben oder Töpfern und beantworteten viele neugierige Fragen.

Spaziergang zum Grabhügel

Zum Abschluss machten die Klassen einen Spaziergang zum originalen Grabhügel, der einige hundert Meter vom Museum entfernt liegt. Der Weg führte durch die winterliche Landschaft und bot eine passende Atmosphäre für den Besuch eines so geschichtsträchtigen Ortes. Der imposante Erdhügel beeindruckte viele – besonders, weil er in seiner heutigen Form noch immer sehr gut sichtbar ist.

Fazit

Der Museumsbesuch war für die 6. Klassen eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Die Kombination aus Ausstellung, Außenbereich und dem Besuch des echten Grabhügels machte die Welt der Kelten lebendig und greifbar. Viele Schülerinnen und Schüler meinten, dass sie durch den Ausflug ein viel besseres Bild von der keltischen Kultur bekommen hätten. Der Tag bot nicht nur interessante historische Einblicke, sondern auch ein gemeinschaftliches Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.